Kennst Du folgende Situation: Du hast eine Veränderung in Angriff genommen. Für dich, dein Leben, in deinem Beruf oder im Rahmen eines Projektes.

Am Anfang ist alles spannend und neu. Du bist motiviert und freust dich schon auf das Ergebnis.

Aber mit der Zeit läuft es eher zäh. Die gewünschten Ergebnisse bleiben hinter den Erwartungen zurück oder bleiben sogar ganz aus.

Manchmal fangen wir dann an unsere Aktivitäten, unsere Fähigkeiten und manchmal auch uns selbst infrage zu stellen.

Genau an dieser Stelle gilt es aufzupassen: Denn das ist der erste Schritt mit dem Du dein Selbstvertrauen schwächst.

Das passiert meist unterbewusst, denn wir haben es so gelernt. Wenn wir einen Fehler gemacht haben oder etwas nicht so läuft wie erwartet, dann startet ein automatisches, inneres Programm. Ein Programm voller Zweifel, Sorgen und Befürchtungen.

☹️Was, wenn es doch nicht funktioniert?

☹️Vielleicht habe ich mich überschätzt.

☹️Meine Ideen sind wohl doch nicht so wichtig. Das will wahrscheinlich keiner außer mir.

☹️Es geht einfach nicht voran. Das funktioniert doch eh nicht.

Wenn wir nicht aufpassen und uns immer wieder in die negativen Gedanken reinziehen lassen, dann verlieren wir immer mehr Energie. Wir schwächen unser Selbstvertrauen, das wir gerade im Rahmen der von uns gewünschten Veränderung so dringend brauchen.

  • Wir werden immer ängstlicher und unsicherer, gerade was Veränderungen und die Realisierung unserer Wünsche und Ideen angeht.
  • Frust, Ärger und Verzweiflung steigen und verdüstern unseren Alltag.
  • Wir fühlen uns zunehmend ausgelaugt, unmotiviert und kraftlos.

Damit dir das nicht passiert habe ich in diesem Artikel 3 typische Denk-, respektive Verhaltensmuster zusammengestellt. Drei  Muster, die uns gerade in unserem Arbeitsalltag und im Umgang mit Veränderungen besonders häufig blockieren.

Dann kannst Du mal abchecken, ob Du diese Muster kennst. Inwieweit sie dich lähmen, blockieren oder dein Selbstvertrauen schwächen.

Dann kannst Du genau an der richtigen Stelle ansetzen und den Energieabfluss  stoppen.

 

Muster #1 – Feststecken in negativen Gedankenschleifen

Ich mag den Austausch in Erfolgsteams und kann mich noch gut an die folgende Begebenheit in einem solchen Erfolgsteam erinnern: Jede/r von uns hatte seine eigene Aufgabe und sein eigenes Ziel mitgebracht.

Wir trafen uns alle zwei Wochen und tauschten uns aus, über das was wir in den hinter uns liegenden Wochen geschafft hatten. Wir gaben uns Feedback zu unseren Ergebnissen und steckten uns Ziele für die nächsten zwei Wochen.

Bei einem der Meetings konnte ich die Wirkung solch negativer Gedankenschleifen live miterleben. Es war ein wunderbares Beispiel für das Zerdenken von Ideen und den schleichenden Beginn erodierenden Selbstvertrauens.

Eine Teilnehmerin unseres Erfolgsteams, ich nenne sie mal Susanne, hatte sich total festgefahren.

Ihr übergeordnetes Ziel war eine neue geschäftliche Positionierung. Diese zu finden, neue Angebote zu kreieren und diese auszuprobieren.

Susannes Positionierung stand in groben Zügen fest und sie  hatte sich entschieden eine Veranstaltung zu planen und durchzuführen. Dazu hatte sie zahlreiche Informationen recherchiert, Gespräche geführt und jede Menge guter Ratschläge bekommen:

  • Für eine solche Veranstaltung brauchst Du auf jeden Fall folgende Anzahl an Teilnehmern, sonst rechnet sich das nicht.
  • Deine Kunden haben immer diese drei Bedürfnisse, wenn Du die nicht erfüllst, dann brauchst Du gar nicht erst anzufangen.
  • Auch die von Susanne gesammelten Informationen über Stornierungskosten, Reservierungsvorgaben, Zimmergrößen und Veranstaltungsmöglichkeiten waren nicht gerade hilfreich.

Susanne hatte sich in ihren Gedankenschleifen und all den Bedenken – eigenen und fremden –  total festgefahren.

Was dabei auf energetischer Ebene passiert ist, ist folgendes:

Susanne produziert mit ihren Gedanken jede Menge unangenehmer Gefühle: Frustration, Ohnmacht, Angst, Ärger usw..

❌ Je öfter sie in solch negativen Gedankenschleifen feststeckt, umso stärker werden die unangenehmen Gefühle, die Zweifel und Bedenken.

❌ Das schädliche Muster vertieft und intensiviert sich mehr und mehr.  Es bildet ein neuronales Muster in deinem Gehirn.

Susanne wusste schon gar nicht mehr wo und wie sie weitermachen wollte und fühlte sich emotional ziemlich erschöpft. Außerdem kosten solche negativen Gedankenschleifen natürlich auch jede Menge Zeit.

Ich selbst habe lange mit diesem Muster gekämpft. Ich habe irrtümlich gedacht, meine Gedanken würden mich näher an mein Ziel  führen.

Dabei bewirkt ein solch negatives Kopfkino genau das Gegenteil.. Es verunsichert mich, es demotiviert und blockiert mich. Es schwächt mein Wohlbefinden und mein Selbstvertrauen.  Deshalb steige ich aus negativen Gedankenschleifen sofort aus, wenn sie mir bewusst werden. Ich beruhige meine aufgewühlten Nerven und mache erst danach weiter.

Gut, dass es damals das Erfolgsteam gab. So konnten wir Susanne darauf aufmerksam machen und ihr helfen aus den Grübeleien auszusteigen.

❓ Kennst Du solche unproduktiven, energiezehrenden Gedankenschleifen?

❓Wann, in welchen Situationen, tauchen sie bei dir bevorzugt auf?

❓Wieviel Zeit und Kraft kosten sie dich?

 

Muster #2 – Gefangen in der Leistungsfalle

Wir leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft. Das prägt unser Denken und Handeln fundamental.

Früher waren mir die Auswirkungen dessen gar nicht bewusst. Für seine Leistung bewertet zu werden, sich über Leistung Anerkennung zu holen, das erschien mir als völlig normal.

Als ich mich immer tiefer mit dem Thema Energie und Wirkung beschäftigte, habe ich angefangen diese vermeintlichen „Normalitäten“ infrage zu stellen. Und ich erkenne immer mehr, welch ungesunde Wirkung eine solche Einstellung haben kann.

Untrennbar verbunden mit dem Leistungsdenken sind Ziele, Erwartungen und Ansprüche, die wir an uns selbst und andere haben.

Und weil wir diesen Erwartungen ja nie zu 100 % genügen können  entsteht eine Art Mangeldenken:

☹️Ich bin nicht gut genug.

☹️Ich muss noch dieses oder jenes lernen bevor ich anfange.

☹️Wenn ich diese oder jene Punkte in der Präsentation noch berücksichtigt hätte, wäre es perfekt gewesen.

☹️Warum habe ich im Meeting die Gelegenheit meine Idee anzubringen schon wieder nicht genutzt?

☹️So wird das nie was.

So lauten oft die Sätze unseres inneren Kritikers.

Aber auch andere werden gerne bewertet: Meinem Chef fehlt es an Führungskompetenz. Wenn meine Kollegen systematischer arbeiten würden, dann hätten wir nicht ein solches Chaos. Und so weiter und so fort.

Ich war im Jahr 2014 an einer Studie zur Burnout-Gefährdung von Projektmanager:innen beteiligt: Sage und schreibe 87,5 % von mehr als 900 Befragten gaben an, einen hohen Anspruch an die eigene Leistung zu haben und dass dieser Anspruch sie belastet.

Dieser Anspruch an die eigene Leistung steht als Verhinderer von Gelassenheit und Selbstvertrauen an erster Stelle. Zumindest in unserer Studie, an der immerhin fast 1.000 Menschen teilgenommen haben.

Was passiert bei diesem Verhaltensmuster, das – so vermute ich – bei 99 % der in der westlichen Welt aufgewachsenen Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt ist?

  • Durch das „Mangeldenken“ und die Konzentration auf unsere Defizite bzw. die Defizite unserer Kollegen, Chefs, Kunden, Lieferanten etc. entstehen besagte unangenehme Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Ärger, Wut, Enttäuschung und/oder Unzufriedenheit.
  • Wir klammern uns an unseren Erwartungen und Zielen fest und glauben es wäre überlebenswichtig, diese um jeden Preis zu erreichen.

Diese Prägung geht richtig tief, denn genauso funktionieren unser Schulsystem und die meisten der daran anschließenden Ausbildungssysteme in denen wir aufgewachsen sind.

Letztendlich wirst Du belohnt, wenn Du dein Ziel, so wie vorher festgelegt, erreichst. Und wenn das nicht schnell genug geht oder was nicht wie geplant funktioniert, dann erhöhen wir den Druck.  Auf uns selbst und andere. Und dieser Druck erzeugt dann noch mehr von den unangenehmen Gefühlen und treibt uns noch tiefer in die Leistungsfalle hinein.

Mit den entsprechenden Auswirkungen auf unser Selbstvertrauen.

Ein solches Muster ist natürlich Gift für jeden Veränderungsprozess, der Kreativität, Fehlertoleranz und das Ausprobieren verschiedener Möglichkeiten erfordert.

Neue Lösungen können scheitern oder auch gelingen. Wenn wir dieses Muster nicht verändern. Wenn wir unsere Fehler und die daraus resultierenden Erkenntnisse oder Ergebnisse, die wir so nicht erwartet haben, nicht wertschätzen. Wenn wir unsere eigenen Bemühungen und die der anderen nicht anerkennen, dann ersticken wir viele Veränderungen schon im Keim.

❓Bye the way , wie sieht es denn mit deiner Erwartungshaltung an die eigene Leistung aus? Ist die entspannt oder druckvoll und angespannt?

 

Muster #3 – Die Sucht nach Anerkennung

Die Sucht nach Anerkennung, vielleicht findest Du diesen Begriff ja etwas überzogen. Und ich gebe zu das Bedürfnis nach Anerkennung ist in jedem von uns unterschiedlich stark ausgeprägt.

Anerkennung ist eng mit der Leistungsfalle verbunden, es ist sozusagen die Belohnung, die wir erhalten, wenn wir eine gute Leistung erbracht haben.  So wie von uns erwartet.

Über Belohnung,  Anerkennung und Bestrafung funktionieren die meisten unserer heutigen Wirtschaftsunternehmen und Organisationen.

Was ist jetzt das Problem mit der Anerkennung?

Zunächst ist mir aufgefallen, dass es in Veränderungsprojekten oft schwierig ist mit der Anerkennung meiner Leistungen. Ich habe einige große und komplexe Veränderungsprojekte geleitet. Dabei ist es oft passiert, dass mein Team und ich gute Konzepte erstellt und präsentiert haben, die aber zunächst gar nicht anerkannt wurden.

Weil die neuen Ideen und Vorgehensweisen bei den Menschen Angst ausgelöst haben. Das haben unsere Zuhörer uns natürlich nicht so gesagt, es war Ihnen möglicherweise selbst nicht mal bewusst. Da wurden dann ganz andere Argumente vorgetragen.

Nicht nur ich war oft enttäuscht über die Reaktionen. Und mir war natürlich bekannt, dass Veränderungen Angst auslösen können.

  • Gedacht habe ich, „Verständlich, dass die Menschen nicht begeistert Hurra schreien“.
  • Gefühlt habe ich Enttäuschung und Frustration, weil mein Team und ich so viel Zeit und Engagement eingebracht hatten. Mein Wunsch  nach Wertschätzung und einem guten Gefühl wurde nicht erfüllt.

Und genau das ist das Problem mit der „Sucht“ nach Anerkennung.

Wenn ich davon abhängig bin, dass andere meine Leistungen und Bemühungen anerkennen, damit ich mich gut fühle, dann orientiere ich mich nicht an mir selbst und meinen Ideen. Sondern ich möchte die Erwartungen der anderen erfüllen.

Oder anders ausgedrückt: Ich glaube wenn ich die Erwartungen anderer erfülle, dann erhalte ich Wertschätzung, dann fühle ich mich gut. Mein Selbstwertgefühl ist von den Erwartungen anderer abhängig.

Deshalb nenne ich das Sucht. Denn durch diese falsche Annahme mache ich mich emotional abhängig und werde so manipulierbar im Hinblick auf die Erwartungen anderer.

Ich kenne die Sucht nach Anerkennung nur zu gut, in den Social Media kannst Du die Auswirkungen täglich beobachten.

Du kannst sie beenden, wenn Du verstehst was da mit dir passiert und die emotionale Abhängigkeit beendest. Wenn Du lernst, deine Gefühle zu regulieren und Du weißt wie Du dich selbst mit Wertschätzung erfüllst.

❓Schau dich dazu mal in deinem Leben um: Wie wichtig ist dir die Anerkennung von anderen Menschen? Deinem Chef, deinen Kollegen, deinem Team oder deinen Kunden?

❓Kannst Du dich wertschätzen und gut fühlen, auch wenn diese Anerkennung ausbleibt?

 

Wie entspannt bist Du im Umgang mit Veränderungen?

Das sind drei der typischen Denk- und Verhaltensmuster die Veränderungen oft so schwierig und anstrengend machen. Noch dazu schwächen sie dein Selbstvertrauen.

Häufig sind uns diese Muster und ihre schädliche Wirkung gar nicht bewusst. Wir glauben dann, dass die Strukturen und das System dafür verantwortlich sind, dass wir nicht weiterkommen. Damit will ich nicht behaupten, dass die heutigen Systeme es uns leicht machen flexibel, kreativ und kooperativ zusammenzuarbeiten.

Aber Ich behaupte unsere Energie – unsere Gedanken, Gefühle und mentalen Muster – spielt eine bedeutende  Rolle.  Ob wir in Veränderungen gelassen, achtsam und ruhig bleiben oder in innere Unruhe und hektische Betriebsamkeit verfallen und nur noch reagieren.

Je nachdem aus welchem Zustand, welcher Energie heraus Du handelst. Dementsprechend erlebst Du Veränderungen.

Wenn Du in einem der 3 beschriebenen Muster feststeckst, dann erzeugst Du folgende Effekte:

  • Du fühlst dich ausgelaugt, kraft– und mutlos. Deine Stimmung ist schlecht.
  • Deine Wahrnehmung funktioniert nur eingeschränkt.
  • Du kannst deine Stärken, deine Fähigkeiten und dein Potenzial nicht sehen.
  • Alles wird immer anstrengender, dir fehlt immer mehr Energie.
  • Dein Selbstvertrauen schwindet dahin.

Bis Du diese negative energetische Abwärtspirale erkennst und stoppst. Dabei können dir die 3 aufgeführten Muster helfen.

Wenn Du daran etwas verändern willst, dann reflektiere deine persönliche Situation, deinen Alltag, das was dich blockiert, belastet und dir dein Selbstvertrauen raubt. Je besser Du dich mit deinen persönlichen Mustern  auskennst, desto sicherer wirst Du.

Du kannst den Energieverlust gezielt stoppen und dir deine Energie zurückholen. Denn die brauchst Du. Für einen entspannten Umgang mit Veränderungen. Zur Umsetzung deiner Ideen und Vorstellungen.

Wenn Du das mal gemeinsam mit mir reflektieren willst, dann buch dir gerne einen kostenfreien, 30minütigen ENERGY-CALL mit mir. Und wir schauen uns deine Situation mal näher an: >> https://projektmanagement-plus.de/kostenfreier-energy-call/

Denn eines weiß ich ganz gewiss: Deine Ideen werden gebraucht – gerade in der heutigen Zeit. Und zur Umsetzung brauchst  Du mentale Stärke, emotionale Stabilität und Selbstvertrauen.

Martina Baehr

Bild martina

Bildquelle Beitragsbild: Photo by Mubariz Mehdizadeh on Unsplash

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