Heute möchte ich mich einem Thema widmen, das mich lange Jahre beschäftigt hat: Mehr Gelassenheit in meinen Berufsalltag zu bringen.

Ich habe schon immer gerne gearbeitet, meine Arbeit hat mir viel Freude gemacht. Aber ich fühlte mich oft getrieben und unter Druck. Gerade dann, wenn mir Projekte oder Themen besonders am Herzen lagen.

Wenn bei diesen Themen oder Projekten dann etwas nicht so lief, wie ich es erwartete, dann geriet ich innerlich unter Druck und dieses unangenehme Gefühl der Getriebenheit beherrschte meinen Alltag. Äußerlich gesehen blieb ich meist ruhig, aber in meinem Inneren brodelte es.

Ich spürte den tiefen Wunsch nach mehr Gelassenheit und eine innere Stimme in mir sagte mir, dass ich zur Ruhe kommen solle, gelassener werden. Mir war auch klar, dass ich diese Energie, diese Gelassenheit in mir selbst hervorrufen, sprich kreieren musste.

Aber ich habe einige Zeit gebraucht bis mir klar wurde, wie ich das bewerkstelligen kann. Und dann hat es noch mal ein wenig gedauert bis ich mein Wissen tatsächlich umgesetzt und mir damit die gewünschten Effekte in meinen Alltag geholt habe.

Darüber schreibe ich in dieser 3teiligen Artikelserie über meinen Weg zu mehr Gelassenheit, weil ich glaube, dass es vielen Menschen genauso geht wir mir. Dass sie von meiner Geschichte, meinem Weg etwas mitnehmen können.

Ich schreibe über die 3 Bausteine, die mir besonders geholfen haben, mir die Gelassenheit in meinen JOB, in mein Leben zu holen. Ich starte mit Baustein 1: Raus aus dem Drama. Die nächsten zwei Bausteine werde ich in den kommenden 2 Wochen veröffentlichen. Mit der Mission Wunsch-JOB # 11 und 12.

 

Über das Drama und seine negative Wirkung

Was meine ich mit dem Begriff Drama?

Es ist ein Denk- und Gefühlsmuster, das mich davon abgehalten hat, gelassener zu werden. Ein inneres Programm, das durch bestimmte Trigger angeschaltet wurde.

Das mir lange Zeit gar nicht bewusst war. Bis ich es ans Licht geholt und mir seine negative Wirkung angeschaut und es abgestellt habe.

Dieses Muster wurde wie schon gesagt immer dann aktiv, wenn ein Projekt oder ein Thema mir besonders wichtig war. Wenn ich feststeckte, weil die Ergebnisse nicht so waren wie gewünscht oder ich mit etwas überhaupt nicht klar kam.

 

Ein Beispiel aus meinem Projektalltag

Damit Du das nachvollziehen kannst erzähle ich Dir ein Beispiel aus meinem Projektalltag. Damals war ich Gesamtprojektleiterin in einem unternehmensweiten Reorganisationsprojekt. Das alle Bereiche des Unternehmen betraf und sowohl die Organisationsstrukturen, die Prozesse und auch die IT-Systeme umfasste.

Im  Projekt gab es einen Bereichsleiter, der immer wieder gegen mein Projekt agierte. Zumindest habe ich es so wahrgenommen. Wenn ich und mein Team eine Maßnahme planten und in Angriff nahmen. Dann plante er eine gegensätzliche Aktion, die unsere Projekt-Planungen einfach nicht beachtete und oft zusätzlichen Aufwand verursachte.

Auch die Mitarbeiter seines Bereiches waren darüber sehr unzufrieden und brachten das mir gegenüber zum Ausdruck.

Eine unangenehme Situation, wie Du Dir wahrscheinlich vorstellen kannst. Und eine Steilvorlage für meine Gewohnheit des Dramadenkens.

Bei diesen Anlässen startete mein inneres Drama-Programm. Endlose Gedankenschleifen über die problematische Situation und das Verhalten des Bereichsleiters, das mir außerordentlich missfiel.

  • Warum tut er das?
  • Er muss doch wissen, was er damit anrichtet. Schließlich ist er Bereichsleiter.
  • Kriegt er denn nicht mit in welche Lage er seine Mitarbeiter bringt.
  • Im muss doch klar sein, wie er das Projekt torpediert und sabotiert. Das ist doch offensichtlich.
  • Was für eine inkompetente Führungskraft. Wie kann man so jemanden mit einer solch verantwortungsvollen Position betrauen?

Und so weiter und so fort.

Diese Grübelschleifen und die damit verbundene innere Aufregung versetzten mich zunehmend in Rage. Damals war mir noch nicht klar, was da in mir abgeht und wie das mit meiner Energie funktioniert.

Ich wurde immer ärgerlicher, frustrierter und fühlte mich immer ohnmächtiger.

Ich sprach zwar mit anderen darüber, aber das brachte mich keinen Schritt weiter. Im Gegenteil meist regten wir uns dann gemeinsam über den Bereichsleiter auf und feuerten das Drama weiter an.

Im Gespräch mit dem Bereichsleiter war ich innerlich voller Feindseligkeit, Ressentiments und innerem Widerstand. Ich wäre in dieser Energie gar nicht in der Lage gewesen eine neutrale, offene Gesprächsatmosphäre aufzubauen und das Thema zu klären.

Mein inneres Drama, die Aufregung, die Getriebenheit und der Druck in mir stiegen immer weiter an. Das ist das was ich mir Dramadenken bezeichne.

Das Problem wird immer weiter mit energiezehrenden, dramatisierenden Gedanken und Gefühlen gefüttert und das Drama nimmt seinen Lauf. Es wächst, es wird immer größer und mächtiger. So dass ich das Gefühl bekam mich dem gar nicht entziehen zu können.

Heute erkenne ich diese Dynamik, die durch diese Energie entsteht sofort. Ich erkenne den Auslöser und weiß was passiert, wenn ich diesem automatischen Programm in mir folge.

Heute weiß ich auch, wie ich da am besten wieder rauskomme. Es gar nicht erst soweit kommen lasse.

Ich weiß, dass ich mich erstmal beruhigen muss. Meine aufgewühlten Nerven wieder in Balance bringen muss. Damit ich wieder zu Bewusstsein und klarem Verstand komme.

Denn in der Energie des Dramadenkens…

… Verliere ich immer mehr Energie. Energie, die ich für eine gute und passende Lösung brauche. Ganz davon abgesehen, dass diese negative Energie mein Wohlbefinden massiv beeinträchtigt.

… Ist meine Wahrnehmung extrem eingeschränkt. Ich kann passende Lösungen einfach nicht sehen, weil meine ganze Aufmerksamkeit und Energie von dem Drama aufgesaugt wird.

Prägen meine Energie und die damit verbundene Feindseligkeit, der innere Widerstand und die mangelnde Offenheit meine Kommunikation und meine Entscheidungen.

 

So habe ich mich aus dem Dramadenken befreit

Vielleicht kommt Dir das Dramadenken ja bekannt vor.

Damals war mir nicht klar, wie mein innerer Zustand, meine Energie mein Verhalten und meine Handlungen bestimmt. Ich konnte mit der Situation nicht angemessen umgehen, weil ich nicht wusste wie ich meine Energie steuern kann. Wie ich mich aus dieser unangenehmen Drama-Energie und ihrer negativen Wirkung befreien kann.

Genau diese Fähigkeit brauche ich aber, wenn ich mehr Gelassenheit in meinen Berufsalltag holen will. Denn die Energie der Gelassenheit ist genau das Gegenteil der Dramaenergie, des Ärgers, der Frustration, der Ohnmacht und der Verzweiflung, die in diesen Situationen meinen Alltag bestimmten.

Also habe ich gelernt, meine Energie zu steuern:

Ich habe mir die Situationen bewusst gemacht in denen das Programm des Dramadenkens in mir angetriggert wurde. So wie in der Situation mit dem Bereichsleiter. Ich habe einige solcher Situationen gefunden, wo ich dieses Muster praktizierte. Auch in meiner späteren Selbstständigkeit. Denn gerade da gab es genug Projekte und Themen, die mir wichtig waren und die nicht immer glatt liefen. Also prädestinierte Auslöser für das Dramadenken.

Ich habe mir die negative Wirkung des Dramadenkens vor Augen geführt. Wieviel Zeit, Kraft und Nerven mich das Dramadenken kostet. Abgesehen von den negativen Wirkungen auf meine Arbeit, meine Kommunikation und die Zusammenarbeit mit anderen.

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, das Dramadenken sofort zu stoppen. Sobald es aufploppt. Ich sage innerlich: Stopp, dieses Muster gehört ab sofort der Vergangenheit an!!!

Ich richte meine Gedankenkraft bewusst auf meine Ziele, meine Wünsche und meine Kraft aus. Mit neuen Überzeugungen „Ich finde immer eine passende Lösung, auch wenn ich sie nicht sofort sehen kann.“ Oder mit Fragen, die meine Gedankenkraft in die richtige Richtung lenken: „Was kann ich tun, damit ich schnell wieder in meine Kraft komme?“

Ich bringe mich in die emotionale Energie, die mir gut tut. Die Gefühle, die mir Kraft und Stabilität geben. Die mir helfen wieder voranzukommen. Ich bringe mich wieder in meine Balance, in innere Ruhe und Gelassenheit. Wie ich dabei vorgegangen bin, dazu schreibe ich im Baustein 2  So kultiviere ich Gelassenheit.

Ich mache mir die positive Wirkung bewusst, die ich mit der Steuerung meiner Energie erziele. Auf mein Wohlbefinden, meine Tatkraft, meine Arbeitsfreude und meine Ergebnisse. Darauf werde ich im 3. Baustein: So steuere ich meine Energie näher eingehen.

 

Meine Learnings und mein Fazit 

Abschließend möchte ich  meine Learnings und mein Fazit zum Baustein 1:  Raus aus dem Drama noch mal kurz zusamenfassen:

✔️ Mehr Gelassenheit im Job, das war für mich erst dann möglich als ich mich von dem energiezehrenden Denk- und Gefühlsmuster des Dramadenkens verabschiedet habe.

✔️ Als ich erkannte wie negativ sich dieses Muster auswirkt, in meinem Berufsalltag und in meinem Leben. Wie es mich behindert, mir meine Kraft raubt und mich manchmal sogar davon abhält meine Ziele zu erreichen.

Wie in meinem Beispiel mit dem Bereichsleiter. Wo ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Wo ich gar nicht auf die Idee kam und auch nicht in der Lage gewesen wäre die Themen und meine Wünsche und Anforderungen in einem ruhigen Gespräch zu klären.

✔️ Ich erkannte, wenn ich mehr Gelassenheit in meinen Alltag bringen will, dann muss ich dieses automatische Programm in mir stoppen, sobald es sich bemerkbar macht. Es ist oft gar nicht so einfach sich dem zu entziehen, denn so ein Drama übt schon eine große Faszination und Anziehung auf uns aus.

✔️ Ich habe die Energiequalität der Gelassenheit in mir kultiviert. Ich habe mich mit dem Gefühl vertraut gemacht, es gestärkt und intensiviert. In meinem Berufsalltag. So dass ich in diese Energie wechseln kann, immer wenn ich es brauche.

Wie ich vorgegangen bin und welches Tool mir dabei besonders geholfen hat, das beschreibe ich in der nächsten Ausgabe der Mission-Wunsch-JOB: MEIN WEG ZU MEHR GELASSENHEIT – BAUSTEIN # 2: SO KULTIVIERE ICH GELASSENHEIT.

Soweit zusammengefasst meine wichtigsten Learning aus dem Baustein 1 auf meinem Weg zu mehr Gelassenheit.

Vielleicht kennst Du dieses Muster, das Dramadenken, ja auch.

Vielleicht sind bei Dir auch andere Muster aktiv, die Dich Deine Energie kosten. Finde es heraus und entschärfe diese Muster. Finde Deine Kraftquellen, lerne Deine Energie zu steuern und bring Dich in eine positive, kraftvolle Energie. Das ist so essentiell für ein erfülltes und erfolgreiches Berufsleben.

Wenn Du Dir dabei Unterstützung wünschst, dann schau Dir mein Coaching-Paket PERSONAL ENERGYCHECK an:  https://projektmanagement-plus.de/personal-energy-check-coaching-paket/

Das nächste Online-Programm LEVEL UP YOUR ENERGY. IN 6 WOCHEN ZU MEHR POWER, EFFEKTIVITÄT & WOHLBEFINDEN IM JOB startet Mitte Januar: https://projektmanagement-plus.de/level-up-your-energy-6-wochen-online-programm/ .

Da kommst Du Deinen negativen Mustern auf die Spur. Du lernst, wie Du Dir mehr positive Energie mehr Gelassenheit, Freude, Wertschätzung, Zufriedenheit, Optimismus, Zuversicht oder was immer Du Dir wünschst, in Deinem JOB holst.

Denn aus einer positiven, kraftvollen Energie geht Dir alles leichter von der Hand. Du bist ruhig und gelassen und bewahrst einen klaren Kopf. Dann kannst Du aus Deiner vollen Kraft heraus agieren, anstatt aus Ärger, Frust, Druck und Getriebenheit.

Ich jedenfalls möchte diese Energie der Gelassenheit, diese innere Ruhe und die damit verbundene Kraft und Harmonie in mir, nicht mehr missen.

Kraftvolle Grüße und einen entspannten Arbeitstag wünsche ich Dir

Martina Baehr

Bild martina

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