Im Baustein # 1 auf meinem Weg zu mehr Gelassenheit im JOB habe ich darüber berichtet warum es unumgänglich war aus dem Dramadenken auszusteigen, wenn ich mehr Gelassenheit in meinem Berufsalltag erleben will. Im  Baustein # 2 erzähle ich Dir wie ich die Energiequalität der Gelassenheit kultiviere und trainiere. In meinem Arbeitsalltag, in den Situationen wo ich sie brauche.

Zunächst erkläre ich was ich unter Energiequalität verstehe. Damit wir das gleiche Verständnis dazu haben.

Dann komme ich zur Energiequalität der Gelassenheit. Wie ich mir mehr Gelassenheit in meinen JOB und mein Leben geholt habe. Worauf es dabei besonders ankommt.

Und am Ende gebe ich Dir eine Anleitung zu meiner Lieblingsübung mit. Mit der Du Dir easy und entspannt mehr Gelassenheit in Deinen Alltag holen kannst.

 

Über Energiequalität, Gefühle und ihre Wirkung

In punkto Energiequalität haben unsere Gefühle eine ganz besondere Bedeutung.

Unsere Gefühle sind eine optimale Bezeichnung dafür in welcher Energiequalität wir uns gerade befinden. In einem negativen, unangenehmen Gefühl wie Ärger, Frust, Verzweiflung, Unsicherheit oder Ohnmacht. Oder in einem positiven, angenehmen Gefühl wie Freude, Zufriedenheit, Inspiration, Begeisterung, Wertschätzung oder Zuversicht.

Unsere Gefühle machen  ca. 80 % unserer Energie aus. Sie stellen die Verbindung zu unserem Körper her. Zu unserem Hormonsystem, unserer Atmung, unserem Nervensystem und unserem Immunsystem.

NEGATIVE GEFÜHLE sind mit der Ausschüttung von Stresshormonen und anderen Stressreaktionen unseres Körpers verbunden:

  • Unsere Wahrnehmung ist stark eingeschränkt. Oder anders ausgedrückt: Unsere Wahrnehmung konzentriert sich ausschließlich auf das Beenden der Stresssituation. Was ja Sinn macht.
  • Wir sind dann in einer Art Verteidigungs- oder Kampfmodus, um unsere Ressourcen zu sichern bzw. nicht zu verlieren.

POSITIVE GEFÜHLE signalisieren unserem Gehirn, dass es uns gut geht und wir uns in Sicherheit befinden:

  • Unsere Wahrnehmung ist offen. Wir sind bereit andere Ideen und Meinungen zuzulassen. Wir sehen die Chancen und Möglichkeiten, die sich uns anbieten. Wir sind bereit sie anzunehmen und umzusetzen.
  • Wir sind optimistisch und zuversichtlich. Wir vertrauen auf uns und unsere Stärken, unsere Fähigkeiten und eine positive Zukunft. Dass wir unsere Probleme meistern werden.

Das alles sind Wirkungen der Energiequalität, in der wir uns gerade befinden.

Unser innerer Zustand, unsere Energiequalität, bestimmt darüber wie es weitergehen wird: Welche Aktivitäten, welche Strategien und Methoden wir auswählen. Wie und wofür wir uns entscheiden.

Ob wir bereit sind etwas Neues auszuprobieren. Oder doch lieber alles beim Alten lassen. Weil uns die negative Energie in uns weismachen will , dass alles andere zu riskant ist. Oder wir vielleicht wirklich in Gefahr sind. Oder wir innerlich noch nicht bereit sind, die Herausforderung in Angriff zu nehmen.

 

Über Gelassenheit, vertraute und ungewohnte Gefühle

Als ich mich näher mit meinen Gefühlen und meinem Wunsch nach mehr Gelassenheit beschäftigte habe ich herausgefunden, dass mir bestimmte Gefühle vertraut sind. Sprich mir fällt es leicht sie zu fühlen, mich in das Gefühl zu versetzen. 

Auf der Seite der negativen Gefühle sind das bei mir Wut, Ärger, Besorgnis und auch Schuldgefühle. Das sind Gefühle in die ich schnell reingerate und in denen ich mich verlieren kann, wenn ich nicht aufpasse. Wie beim Dramadenken über das ich im Baustein 1 geschrieben habe.

Negative Gefühle wie Resignation, Depressivität oder Neid spielen in meinem Leben kaum eine Rolle.

Auf der positiven Seite sind mir Freude und Begeisterung sehr vertraut. Das macht es mir leicht mich selbst zu motivieren. In dem ich meine Freude für eine neue Idee oder ein neues Thema aufrufe bzw. in mir erzeuge. Das funktioniert bei mir sehr gut.

Gelassenheit dagegen war ein Gefühl was für mich ungewohnt war. Weil es in meinem Leben bisher kaum eine Rolle gespielt hat. Weil ich es in meinem Alltag wenig gefühlt habe. Weil ich es sogar verhindert habe, wie Du im Baustein 1 – Raus aus dem Drama – lesen konntest.

Genau das wollte ich ändern. Mir war klar, dass ich mir dazu einen bewussten Umgang mit der Energie der Gelassenheit schaffen muss. 

Der amerikanische Neuropsychologe, Rick Hanson, spricht davon dass wir positive, angenehme Gefühle mindestens 30 Sekunden bewusst fühlen müssen, damit sie in unserem emotionalen Gedächtnis abgespeichert werden.

Das gelingt mir am besten indem ich das Gefühl der Gelassenheit kultiviere. Es bewusst trainiere und anwende. Direkt in meinem Alltag. 

Die Effekte:

  • Ich mache mich mit der Energiequalität der Gelassenheit vertraut.
  • Dann kann ich Gelassenheit aktiv in mir erzeugen. Immer wenn ich es wünsche und brauche. Zum Beispiel nach einem stressigen Meeting. Wenn ich enttäuscht bin, weil meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Oder um mich aus dem Dramadenken und negativen Grübelschleifen zu befreien.

Ich gebe Dir dazu jetzt eine einfache, aber äußerst effektive Übung mit. Die ich dazu benutzt habe. Es ist meine Lieblingsübung. Eine kurze Übung, die Du jederzeit, in fast jeder Situation einsetzen kannst.

 

Kultiviere und trainiere Gelassenheit mit der Gelassenheitsatmung

Mit der Gelassenheitsatmung kannst Du die Energiequalität der Gelassenheit kultivieren und trainieren. So machst Du aus dem ungewohnten Gefühl ein vertrautes Gefühl.

Die Übung ist einfach und effektiv, die positive Wirkung ist sogar wissenschaftlich belegt. Denn die Übung ist so aufgebaut, dass Du damit zwei wesentliche Effekte hervorrufst:

Mit der Herzatmung bringst Du Dein autonomes Nervensystem in Balance. Das bringt Dich und Deinen Körper in innere Ruhe, Harmonie und Gelassenheit.

Mit dem bewussten Fühlen der Gelassenheit machst Du Dir das positive Gefühl vertraut. Du speicherst es in Deinem emotionalen Gedächtnis ab. Du sorgst für neue neuronale Netzwerke in Deinem Gehirn. Ausgerichtet auf Gelassenheit.

Hier kommt die Anleitung für Dich. Wenn Du es selbst ausprobieren willst.

 

DIE ANLEITUNG ZUR GELASSENHEITSATMUNG

Erinnere Dich an Situationen in Deinem Leben, in denen Du ein intensives Gefühl der Gelassenheit verspürt hast. Such Dir eine der Situationen aus, erinnere Dich an das Gefühl und spüre in das Gefühl hinein: Wie fühlt sich das an?

Mit diesem Gefühl praktizierst Du jetzt die Gelassenheits-Atmung.

Setz Dich bequem auf Deinen Stuhl, stell die Füße nebeneinander und schließe Deine Ihre Augen.

Schritt 1- Herzfokus. Richte Deine Aufmerksamkeit auf Deine Herzregion. Wenn Du möchtest, kannst Du zur Unterstützung deine Hand über dein Herz legen.

Falls Du mit Deinen Gedanken abschweifst, lenke deine Aufmerksamkeit einfach wieder zurück auf deine Herzgegend. Jetzt bist Du bereit für den nächsten Schritt, das Herzatmen.

Schritt 2 – Herzatmung. Während Du dich auf deine Herzbereich konzentrierst, stellst Du Dir vor, wie Dein Atem durch diese Körperregion aus- und einströmt.

So kannst Du mit deinen Gedanken und deiner Energie leicht auf die Herzgegend konzentriert bleiben und deine Atmung und dein Herzrhythmus können sich aneinander angleichen.

Atme einfach etwas langsamer ein und aus als normal. Atme entspannt ein- und aus, bis Du einen natürlichen inneren Rhythmus gefunden hast, der sich gut für dich anfühlt.

Schritt 3: Gelassenheit aus- und einatmen. Erinnere Dich an das Gefühl der Gelassenheit aus der von Dir ausgewählten Situation. Stell Dir vor, wie Du dieses Gefühl durch dein Herz ein- und ausatmest.

Spüre wie sich dieses Gefühl, diese Energie der Gelassenheit, in Deinem gesamten Körper ausbreitet. In jede Zelle Ihres Körpers. Spüre wie gut Dir das tut. Wie wohltuend das ist, für Deinen gesamten Körper und all Deine Zellen. 

Mach diese Übung für mindestens 2-3 Minuten, gerne auch länger.

Mit der Gelassenheit ist es wie mit einem körperlichen Training: Nur die regelmäßige Anwendung bringt die gewünschten Effekte. Das ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien nachgewiesen. 

 

Deshalb habe ich hier noch ein paar wichtige Tipps zur Umsetzung für Dich:

Mach die Übung zu einer neuen Gewohnheit. Praktiziere sie zwei- bis dreimal täglich. Zum Arbeitsbeginn, zum Arbeitsende/-abschluss, abends vor dem Einschlafen. Zum Beispiel.

Mach die Übung immer dann, wenn Du Dir Gelassenheit wünschst. Nach einem stressigen Meeting, Vor einem wichtigen Gespräch, einer wichtigen Entscheidung. Du wirst Dich wundern, welche positiven Effekte Du damit erzielst.

Setz Dich nicht unter Druck, geh spielerisch an die Sache ran. Manchmal klappt es bestens und manchmal nicht. Je nach Tagesform oder Situation. Geh liebevoll und wertschätzend mir Dir um. Mit der Zeit wird es Dir immer leichter fallen, das Gefühl in Dir zu erzeugen.

Mach Dir mindestens einmal pro Woche die positive Wirkung bewusst, die Du durch die Gelassenheitsatmung hervorrufst. Auf dieses Thema werde ich ausführlicher im 3. Baustein eingehen: So steuere ich meine Energie.

Soweit der 2. Baustein auf meinem Weg zu mehr Gelassenheit im JOB. In dem ich Dir beschrieben habe, wie ich die Energiequalität der Gelassenheit kultiviere.

 

Meine 3 Kernbotschaften zur Kultivierung von Gelassenheit im JOB

Am Ende fasse ich die 3 Kernbotschaften dieses Artikels noch mal zusammen:

1️⃣ Deine Gefühle sind das wichtigste Merkmal zur Bestimmung bzw. Beschreibung Deiner Energiequalität. In der Du Dich im jeweiligen Moment oder einer bestimmten Situation befindest oder befunden hast. Deine Gefühle bestimmen Deine Energie zu 80 %. Nur wenn Du Deine Gefühle fühlst, erzeugst Du die gewünschte Wirkung.

2️⃣ Du kannst Dir Deine Wunsch-Energie in Dein Leben und Deinen JOB holen, in dem Du Deine Wunsch-Gefühle kultivierst. So habe ich das mit der Gelassenheitsatmung gemacht. Das ist äußerst wirkungsvoll, für mich ist Gelassenheit mittlerweile ein vertrautes Gefühl. Das ich immer dann erzeugen kann, wenn ich es mir wünsche oder es brauche. Ich lege einfach den Schalter in mir um und schwupp ist sie da, die Energie der Gelassenheit.

3️⃣ Gefühle kultivieren funktioniert ähnlich wie ein körperliches Training. Mit der Gelassenheitsatmung erzielst Du  die gewünschten Effekte in Bezug auf mehr Gelassenheit. Einfach und wirksam. Direkt in Deinem Alltag. In den Situationen wo Du Dir innere Ruhe und Gelassenheit wünschst.

Das  was ich in diesem Beitrag über Gelassenheit geschrieben habe gilt natürlich auch für andere Energiequalitäten wie Wertschätzung, Optimismus, Zufriedenheit, Freude, Vertrauen oder was immer Du Dir wünschst und stärken willst. In Deinem Berufsalltag, in Deinem Leben. 

Wenn Du mehr darüber wissen willst. Wenn Du Dir Begleitung, Anleitung und Hintergrundwissen dazu wünschst. Dann empfehle ich Dir mein Online-Programm LEVEL UP YOUR ENERGY. IN 6 WOCHEN ZU MEHR POWER, EFFEKTIVITÄT & WOHLBEFINDEN IM JOB.

Da trainieren und kultivieren wir unsere Wunschenergie. Wir holen uns die positiven Effekte wie mehr Freude und Motivation, innere Balance und emotionale Stabilität, Tatkraft, Kreativität und Optimismus im Umgang mit Veränderungen in unseren Arbeitsalltag.

Mitte Januar startet das nächste Programm. Genau der richtig Zeitpunkt um Dir Deine Wunschenergie für das Jahr 2024 in Dein Leben und Deinen JOB zu holen. Bis zum 18. Dezember gilt der Frühbucherpreis: https://projektmanagement-plus.de/level-up-your-energy-6-wochen-online-programm/

 

Im nächsten Beitrag, dem Baustein # 3: SO STEUERE ICH MEINE ENERGIE erzähle ich Dir mehr über meinen Prozess zu mehr Gelassenheit. Meine wichtigsten Learnings. Was ich gemacht habe, um am Ball zu bleiben, wie ich mir meine Wirksamkeit bewusst gemacht habe.

Ich bin mir sicher, das Thema Energie wird in den kommenden Jahren große Bedeutung bekommen. Auch in der Wirtschaft. Denn eine positive, kraftvolle, fokussierte Energie ist einer der wichtigsten Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, Arbeitsfreude und Erfüllung im JOB.

Wenn Du Deine Energie steuern kannst, dann bestimmst Du über die die Qualität Deines Lebens.

Herzliche Grüße, bleib zuversichtlich und gelassen

Martina Baehr

Bild martina

 

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Hier geht´s zum 1. Baustein auf meinem Weg zu mehr Gelassenheit im JOB: Raus aus dem Drama: https://projektmanagement-plus.de/mein-weg-zu-mehr-gelassenheit-im-job-baustein-1-raus-aus-dem-drama/ 

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