In diesem Artikel geht es um den Umgang mit Perfektionismus, hohen Erwartungen und dem daraus resultierenden Erwartungsdruck. Das ist ein großes Thema, gerade bei Projektmanagerinnen und Projektmanagern.
Im Jahr 2014 hat die GPM (Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement) eine Studie zur Burnout-Gefährdung bei Projektmanager:innen durchgeführt. Bei den inneren Risikofaktoren standen Perfektionismus, hohe Leistungsansprüche und eine hohe Erwartung an sich selbst ganz weit vorne.
Mehr als 80 % der Befragten gaben an, sie hätten hohe Erwartungen an sich selbst und einen hohen Leistungsanspruch. Und sage und schreibe 79 % der Befragten schätzten sich selbst als perfektionistisch ein.
An der damaligen Studie haben fast 1.000 Projektmamager:innen teilgenommen. Wenn Du also mit hohen Erwartungen zu kämpfen hast: Du bist damit nicht alleine.
In diesem Artikel erfährst Du welche Auswirkungen zu hohe Erwartungen und der daraus entstehende Erwartungsdruck auf Dich haben kann. Auf deine Leistungsfähigkeit und deine Produktivität. Auf deine Arbeitsfreude, deine Motivation und dein Wohlbefinden.
So viel schon mal vorab: Perfektionismus und hohe Erwartungen, das sind keine unveränderlichen oder angeborenes Persönlichkeitsmerkmale. Es ist vielmehr ein Denk- und Verhaltensmuster, das durch bestimmte Gedanken, Überzeugungen und Gefühle charakterisiert ist.
Wenn wir an diesen Denkmustern – der Wurzel – ansetzen, dann können wir diese Muster verändern. Auf diese Weise befreien wir uns von dem damit verbundenen Druck und der Belastung.
Ich werde Dir am Ende des Artikels dazu ein Angebot vorstellen. Eine 5-Schritte-Anleitung, die Du Dir bestellen und ausprobieren kannst. Die Anleitung ist kostenfrei und enthält ein Arbeitsblatt, das Du ausfüllen kannst, um deine persönliche Situation mal zu reflektieren.
Sind hohe Erwartungen und Perfektionismus schädlich?
Die Ergebnisse der angesprochenen Burnout-Studie haben meine Arbeitsgruppen-Kolleginnen und ich damals in den einzelnen GPM-Regionen vorgestellt. Nach einem Vortrag zu den Studienergebnissen gab es eine Diskussion dazu was man tun kann, um sich vor Burnout zu schützen.
Dabei wurde mir immer wieder die Frage gestellt: Ist Perfektionismus oder eine hohe Erwartung an mich selbst schädlich?
Meine Antwort darauf lautet: Es kommt darauf an. Es kommt darauf an, ob dieses Denk- und Verhaltensmuster Dich belastet oder nicht.
80 % der Befragten in der Burnout-Studie hatten angekreuzt, dass sie sich dadurch belastet fühlen.
20 % nicht. Diese 20 % fühlen sich durch den hohen Anspruch vielleicht sogar motiviert oder angespornt.
Die Frage ist also nicht, ob Du einen hohen Anspruch an dich selbst oder das Ergebnis hast. Denn der Anspruch an eine hohe Qualität ist ja per se erstmal nichts Schlechtes – ganz im Gegenteil.
Die Frage muss vielmehr lauten:
- Wie gehst Du mit diesem hohen Qualitäts-Anspruch um?
- Wie schaffst Du es, in einem positiven, motivierten und gelassenen Zustand zu bleiben?
- Wie entgehst Du der mit diesem Anspruch verbundenen Belastung?
Dazu müssen wir verstehen, wie diese „gefühlte“ Belastung überhaupt entsteht und wie sie in uns wirkt. Dann können wir gezielt Einfluss nehmen, in dem wir eine neue, positive Wirkung erzeugen.
Wie Erwartungsdruck und Perfektionismus entstehen und in uns wirken
Hohe Erwartungen und Perfektionismus, den empfinden offensichtlich viele Menschen als belastend.
Ich rolle hier jetzt mal den inneren Prozess, der dabei unterbewusst in uns abläuft auf:
Du stehst vor einer herausfordernden Aufgabe: Einem Vortrag, einem Konzept, der Vorbereitung eines wichtigen Meetings oder einem anderen für dich bedeutenden Thema und dann kommt der Erwartungs-Druck ins Spiel.
Du hast das Gefühl, es reicht einfach nicht. In deinem Kopf kreisen Gedanken wie:
❌ Ich bin nicht gut genug.
❌ Mir fehlt noch die Fähigkeit XY, damit es richtig gut werden kann.
❌ Das Ergebnis ist einfach noch nicht gut genug.
❌ Ich befürchte, wenn ich mit diesem unperfekten Ergebnis nach draußen, an die Öffentlichkeit gehe, dann wird das nicht reichen.
❌ Die anderen werden das unperfekte Ergebnis nicht annehmen, es ablehnen oder daran herumkritisieren.
❌ Ich werde mich blamieren. Ich werde mein Ansehen verlieren.
❌ Ich habe mich einfach noch nicht genug angestrengt, damit es richtig gut ist.
Solche oder ähnliche Gedanken laufen in uns ab, wenn wir unter Erwartungs-Druck stehen.
Es sind oft sehr alte, schon langwährende Denkmuster. Alte Überzeugungen, die oft schon seit unserer Kindheit in unserem unterbewussten, emotionalen Gedächtnis gespeichert sind.
Diese Gedanken sind mit den dazu passenden Gefühlen wie ANGST, ÄRGER, OHNMACHT, VERZWEIFLUNG oder FRUSTRATION verbunden.
Diese gespeicherten Überzeugungen und Gefühle werden durch aktuelle Ereignisse in unserem Berufsalltag wieder aktiviert.
Sie lösen dann ein automatisch, ablaufendes Verhaltensprogramm aus:
- Wir strengen uns immer mehr an und tun immer mehr, um dem unperfekten Ergebnis und der damit drohenden Blamage zu entkommen. oder
- Wir schieben die Dinge vor uns her und werden einfach nicht fertig. oder
- Wir geben auf. Weil es uns zu anstrengend oder sogar sinnlos erscheint weiter zu machen. oder
- Wir fangen gar nicht erst an, um nicht diese äußerst unangenehme Erfahrung zu machen.
Im Erwartungsdruck gefangen
Diese inneren Programme laufen unterbewusst in uns ab.
Es sind keine bewussten Aktionen für die wir uns entschieden haben, sondern unterbewusste Reaktionen. Wir reagieren auf unsere unbewussten Überzeugungen nicht gut genug zu sein.
Wir merken, dass etwas nicht stimmt, weil uns die Situation belastet.
Unsere unangenehmen Gefühle wie Frust, Ärger oder Verzweiflung weisen uns darauf hin, dass wir etwas in uns in Ordnung, in Einklang bringen sollten.
Wir packen das Problem meist aber nicht an der Wurzel, also den falschen Gedanken und Überzeugungen an, sondern reagieren einfach mit unseren gewohnten, eingeprägten Denk- und Verhaltensmustern.
So entsteht in uns ein inneres Dilemma: Unser bewusster Wille möchte das Ziel erreichen, unser unbewusstes, reaktives Verhaltensprogramm hält uns im Erwartungsdruck gefangen. Gerade dieser innere Widerspruch kostet enorm viel Kraft.
Wir verlieren immer mehr Energie und dabei bleiben unsere Arbeitsfreude, unsere Motivation und unsere Tatkraft auf der Strecke.
Mach Schluss mit Erwartungsdruck: Das Problem an der Wurzel packen
Wie kannst Du das Problem nachhaltig lösen? Dieses Dilemma, den inneren Widerspruch auflösen?
Die gängigen Lösungen setzen meist auf der strategischen, methodischen Ebene an: Du kennst vielleicht das Pareto-Prinzip, nach dem 80 % des Ergebnisses mit 20 % des Gesamtaufwandes erledigt werden.
Das „bewusst machen“ dieser Regel wird sicher fallweise funktionieren. Aber durch diese Strategie hast Du dein Unterbewusstsein noch nicht verändert.
Auf der energetischen Ebene, in deinem Unterbewusstsein, sind immer noch die alten Überzeugungen, Denkmuster und die damit verbundenen Gefühle wirksam. Die dann in einem ähnlichen Fall wieder das gleiche innere Programm antriggern.
Wenn Du eine nachhaltige Veränderung bewirken willst, dann musst Du auch auf der energetischen Ebene ansetzen. Bei deinen unbewussten Überzeugungen, deinen Gedanken- und Gefühlsmustern. Auf der mentalen und der emotionalen Ebene.
Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Tools und Techniken zur Energiearbeit, wie ich es nenne.
Ich möchte Dir an dieser Stelle ein Angebot offerieren, das Dir helfen wird Dich vom Erwartungsdruck zu befreien.
Ich habe dazu eine 5-Schritte-Anleitung erstellt nach der Du vorgehen kannst: INNERE STÄRKE GEWINNEN. Schluss mit Dramadenken und Erwartungsdruck.
In der Anleitung findest Du auch ein Arbeitsblatt, das Du ausfüllen kannst, um deine persönliche Situation zu reflektieren und Dich neu auszurichten. Auf deine Wünsche und deine Ziele. Das was Du in die Realität bringen willst. Mit innerer Stärke, Power, Gelassenheit und Zuversicht.
👉 Du kannst Dir die Anleitung hier bestellen. Kostenfrei, für 0 Euro:
https://projektmanagement-plus.de/innere-staerke-gewinnen-kostenfreie-anleitung/
Mach Schluss mit Erwartungsdruck. Komm raus aus dem Selbstsabotage-Programm, rein in deine innere Stärke. Die 5-Schritte-Anleitung hilft Dir dabei. Wirksam, effektiv und alltagstauglich.
Ich freue mich, wenn ich Dir mit diesem Artikel und der Anleitung weiterhelfen kann. Denn das Thema liegt mir sehr am Herzen. Ich kenne Erwartungsdruck und seine schädlichen Auswirkungen nur zu gut.
Aber ich weiß auch wie befreiend es ist das Thema zu beenden. Die damit einhergehende innere Ruhe, Gelassenheit und emotionale Stabilität möchte ich nie mehr missen.
Mit kraftvollen Grüßen
Martina Baehr

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Kostenfrei, für 0 Euro.
Bildquelle Beitragsbild: Foto von Luis Villasmil auf Unsplash
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