Ich bin gerade in der Vorbereitung eines neuen Webinars Starkes Mindset – starke Wirkung. Deshalb habe ich mich noch mal intensiv mit dem Thema Wirkung beschäftigt.

Dabei ist mir aufgefallen, wie stark wir von der Fokussierung auf Ergebnisse: Ziele, Termine, Budgets und Kennzahlen und den daraus resultierenden Erwartungen geprägt sind. Zumindest im Berufsalltag auf den ich mich ja konkret beziehe.

Diese starke Ergebnis-Prägung hat  nämlich ganz konkrete Wirkungen. Ich bin mit meiner Aufmerksamkeit gar nicht beim nächsten Schritt und  achte auf die Wirkung meines Denkens und Handelns in diesem für mich überschaubaren Zeitraum.  Sondern ich vergleiche gedanklich immer wieder die gewünschte Zielsituation und meine dazugehörigen Erwartungen mit der Ausgangssituation.

Ich vergleiche das angestrebte Ergebnis immer wieder mit dem was gerade da ist, was ich gerade in der Realität erlebe. Das kann teilweise sehr frustrierend sein, hier mal ein paar Beispiele:

  • Ich  arbeite in einem Projekt, das ein neues Produkt entwickelt, welches die Zusammenarbeit mehrerer Abteilungen erfordert.
    In der Realität arbeiten die Bereiche nebeneinander her, haben teils völlig unterschiedliche Ziele und Ansprüche und kommunizieren kaum miteinander.
  • Ich würde mich gerne mehr um die Führung meines Teams kümmern und neue Formen der Zusammenarbeit ausprobieren.
    Aber in der Realität rauben mir das operative Geschäft, zahlreiche Meetings und das Reporting Zeit und jede Menge Nerven.
  • Die Unternehmensführung hat ein Programm aufgesetzt, das den Mitarbeitern mehr Verantwortung und  Entscheidungsmöglichkeiten für eigene Projektvorschläge gibt.
    In der Realität sind alle von mir ausgearbeiteten Vorschläge an der Freigabe des entsprechenden Budgets gescheitert.

Das sind mal drei Beispiele, die meine Kunden so umtreiben. Sie machen vielleicht ähnliche Erfahrungen und erleben gerade am eigenen Leib, dass wir in der Wirtschaft vor großen Umbrüchen stehen. Die uns dieses GAP zwischen  aktueller, gelebter Realität und gewünschtem Zielzustand immer wieder vor Augen führen.

Das Problem dabei ist: Wenn wir uns zu stark auf die Diskrepanz zwischen Ausgangssituation und unseren Zielen und den damit verbundenen Erwartungen fixieren, dann erzeugen wir eine Menge negativer Wirkungen. Weil unsere ganze Aufmerksamkeit auf das Defizit und den damit verbundenen Mangel ausgerichtet ist.

 

Diese Wirkung beginnt mit unseren Gedanken und unserer emotionalen Reaktion

Die meisten dieser Wirkungen haben ihren Ursprung in unserem Mindset: Unseren gewohnten Denkmustern, den damit verbundenen Gefühlen, unseren Bewertungen und Urteilen.

So sieht dann die Wirkung aus:

Wir geraten im ersten Schritt mit unseren Gedanken in Zweifel und Grübelschleifen:

  • Wie sollen wir ein Produkt entwickeln, dass die Zusammenarbeit verschiedener Bereiche braucht, die alle in ihrem Silodenken feststecken? In diesen Strukturen denken doch alle nur an ihre eigene Macht und ihren Vorteil.
  • Wie soll ich es schaffen, mich neben meinem Tagesgeschäft auch noch mit neuen Ideen zu beschäftigen? Ich habe einfach keine Zeit für die Themen, die mir wirklich am Herzen liegen.
  • Warum soll ich mich mit meinen Vorschlägen und Fähigkeiten überhaupt einbringen, wenn es dann doch keinen interessiert? Ich vermisse die Wertschätzung für meine Arbeit.

Solche Gedanken sind zwar verständlich, aber Sie bringen uns nicht weiter. Im Gegenteil, sie kosten uns viel Zeit und Kraft.
Diese Gedanken halten uns im Problem fest, weil unsere ganze Aufmerksamkeit auf den Mangel gerichtet ist.

 

Diese abbauenden Gedanken erzeugen im zweiten Schritt eine Menge unangenehmer Gefühle: Angst, Ärger, Frustration, Wut, Hilflosigkeit. Diese Gefühle entziehen uns immer mehr Energie und halten uns in einem Teufelskreis gefangen. Solche Gefühle erzeugen nämlich Stresshormone und die damit verbundenen Körperreaktionen rufen immer mehr dieser negativen Mangel-Gedanken auf den Plan.

Kennen Sie solche Gedanken und Gefühle auch? Wie gut gelingt es Ihnen aus solchen Gedankenschleifen auszusteigen?

 

Es ist klar, dass diese Gedanken und Gefühle natürlich im dritten Schritt Auswirkungen auf unsere Handlungen haben: Wir haben jetzt schon so viel Energie verloren, dass für unsere Aktivitäten nicht mehr so viel übrig bleibt. Mal ganz davon abgesehen, dass unsere Wahrnehmung unter Druck nur eingeschränkt funktioniert und unsere mentalen Fähigkeiten stark reduziert sind. Deshalb sehen wir buchstäblich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Können Sie sich vorstellen, wie viel Kraft es kostet auf der Basis solch energiezehrender Gedanken und Gefühle tatsächlich etwas auszuprobieren, das Sie noch nie gemacht haben?

Können Sie sich vorstellen, dass Sie in einem solch eingeschränkten Zustand tatsächlich gute Entscheidungen treffen, die Sie wirklich voranbringen?

Können Sie sich vorstellen, wie schwer es ist, in einem solchen Zustand Risiken einzugehen, deren ganze Tragweite Sie aktuell gar nicht abschätzen können?

 

Ein Mindset mit positiver Wirkung aufbauen

Die ersten beiden Schritte laufen meist unbewusst ab bzw. wir sind uns der negativen, abbauenden Wirkungen gar nicht bewusst. Wir sind voll auf den Mangel und die Probleme konzentriert. Weil wir mit unserer Wahrnehmung und unseren Gedanken unsere Realität schaffen, sehen wir diese problembehafteten Umstände jetzt überall und bestätigen sie immer wieder.

Wären uns diese Wirkungen klar, dann würden wir ja am besten da ansetzen, wo sie entstehen. Ganz zu Beginn des Prozesses, bei unseren Gedanken und Gefühlen. Wir würden direkt an dieser Stelle etwas verändern.

Denn das hätte ja die größte und schnellste Wirkung. Anstatt immer wieder in unsere alten Denk- und Verhaltensprogramme und den damit verbundenen Energieverlust reinzurauschen.

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Was können Sie konkret tun, um eine positive Wirkung zu erzeugen?

Was können Sie ganz konkret tun, um aus solchen Situationen auszusteigen und damit die negativen Wirkungen zu stoppen? Was können sie tun, um sich ein starkes Mindset aufzubauen, das positive Wirkungen auf ihre mentalen Fähigkeiten, Ihre Entscheidungskraft und Ihre innere Stärke im Umgang mit neuen Herausforderungen hervorbringt?

Dazu jetzt 3 Tipps von mir:

 

# 1 Neutralisieren Sie die emotionale Ladung

Aus meiner Erfahrung ist es das Wichtigste, in solchen Situationen die negative, emotionale Ladung ihrer Gefühle – also die automatische, emotionale Reaktion – zu stoppen. Denn dieses unangenehme Gefühl zieht Ihnen die Energie ab und hält Sie in dem Teufelskreis gefangen.

Es schränkt Ihre Wahrnehmung und ihre Handlungsmöglichkeiten ein. Wenn Sie es schaffen, diese direkt in der jeweiligen Situation zu neutralisieren dann erweitern Sie Ihre Wahrnehmung und Sie können wieder klar denken.

Manchmal reicht es aus, sich seiner Gefühle, wie Angst, Ärger oder Hilflosigkeit einfach bewusst zu werden, sie zu fühlen und sie dann loszulassen. In schwierigen Fällen reicht das nicht, da gibt es dann andere Möglichkeiten. Eine davon ist zum Beispiel unsere Atmung.

Ein langsames, bewusstes Aus- und Einatmen bringt unser Nervensystem und unseren Körper wieder in Balance. Das hört sich einfach an, ist aber sehr effektiv. Wer mehr dazu wissen will, dem empfehle ich meinen Artikel über die Wirkung der Atmung, inkl. einer Übung.

Die Wirkung: Durch die Neutralisierung der emotionalen Ladung erweitern Sie ihre Wahrnehmung. Sie können wieder klar denken und passende Handlungen auswählen, die Sie weitervoranbringen.

 

# 2 Stellen Sie sich neue, aufbauende Fragen

Warum ist das  und das passiert? Wie konnte es soweit kommen? Die meisten unserer Fragen in solchen Gedankenschleifen beziehen sich auf unsere negative Erfahrung – also ein Ereignis in der Vergangenheit. Auf die Sie keinen Einfluss mehr haben. Oder es betrifft eine Befürchtung, was in der Zukunft so alles passieren könnte. Eine bedrohliche Zukunft, die ihr Verstand jetzt aus dieser negativen Erfahrung herleitet.

Stellen Sie sich statt dessen aufbauende Fragen. Hier ein paar Fragen für meine 3 genannten Beispiele:

  • Wie kann ich die Bereiche für eine bessere Zusammenarbeit gewinnen? Wer kann mir dabei helfen?
  • Wie kann ich mir Zeit für neue (Führungs)-Aufgaben verschaffen? Warum liegen mir diese Aufgaben so am Herzen?
  • Was kann ich tun, damit meine Vorschläge künftig Gehör finden?

Die Wirkung: Solche aufbauenden Fragen lenken ihre Gedanken in eine stärkende Richtung. Ihr Unbewusstes wird für Sie nach Lösungen Ausschau halten. So dass Sie geeignete Antworten auf ihre Fragen finden werden, sofern Sie aufmerksam bleiben und ihrer inneren Stimme zuhören.

 

#3 Sammeln Sie positive Erlebnisse und erinnern sie in schwierigen Situationen

Sammeln Sie positive Erlebnisse – egal ob beruflich oder privat –  in einer Liste. Eine solche Liste ist in schwierigen Situationen sehr hilfreich, damit Sie sich schnell an diese Erlebnisse erinnern können..

Wie Sie schon beim ersten Punkt gesehen haben, spielen Ihre Gefühle bei einem aufbauenden Mindset eine ganz bedeutungsvolle Rolle. Ihre Gefühle bestimmen ihren Energielevel und wie Sie ihren Tag erleben. Mit angenehmen Gefühlen wie Freude, Begeisterung, Dankbarkeit oder Zufriedenheit können Sie aktiv ihre innere Batterie aufladen und ihre Widerstandkraft stärken.

Sie können die Wirkung dieser bereits erlebten, positiven Gefühle in schwierigen Situationen nutzen, indem Sie sich einfach an eines dieser Erlebnisse erinnern. Rufen Sie sich das dazugehörige Gefühl in Erinnerung. Wichtig ist, dass Sie die Gefühle tatsächlich fühlen und nicht nur daran denken. Sonst erzielen Sie keine Wirkung!

Die Wirkung: Positive Gefühle sind ein mächtiger Hebel, sie geben Ihnen Kraft und innere Sicherheit neue Lösungen umzusetzen und dranzubleiben auch wenn´s mal schwierig wird.

 

Wie Sie im Berufsalltag von der positiven Wirkung profitieren

Soweit meine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Mindset und Wirkung. Gerade in Zeiten der Veränderung in denen wir leben, macht es Sinn sich nicht zu stark auf die Ziele und Ergebnisse zu fokussieren.

Denn in dem Prozess mit all seinen Aufgaben gestalten wir ja erst die zukünftigen, neuen Ergebnisse – Schritt für Schritt. Die sehen mit Sicherheit dann anders aus, als wir es uns zu Beginn vorgestellt haben. Da macht es Sinn unsere Aufmerksamkeit auf den nächsten Schritt zu legen und ganz bewusst auf die Wirkung unseres Denkens und Handelns zu achten. So erzielen wir neue, immer bessere Ergebnisse.

Die beste Wirkung erzielen wir, wenn wir aus innerer Stärke und dem Vertrauen auf unsere Fähigkeiten handeln. Denn nur dann haben wir den Mut, die Energie und die Beharrlichkeit die neuen Herausforderungen in Angriff zu nehmen und all unsere Chancen zu sehen und zu nutzen. Dazu müssen wir unser Mindset aktiv verändern.

jetzt sagen vielleicht einige von Ihnen: „Ich weiß schon was zu tun ist. Ich kenne das alles schon. Ich habe schon manches ausprobiert.“
Dazu sage ich: Wirklich wissen tun Sie es genau dann, wenn Sie neue Erfahrungen gemacht haben. Denn nur dann erzeugen Sie ja eine neue Wirkung.

Wenn Sie jetzt damit starten möchten, ihr Mindset aktiv zu stärken, um eine positive Wirkung zu erzielen. Wenn Sie wissen möchten, welche 3 Strategien bei der Umsetzung besonders effektiv sind, dann empfehle ich Ihnen mein kostenfreies Webinar:

Starkes Mindset – starke Wirkung: 3 effektive Strategien zur Selbstführung in Zeiten der Veränderung.

Hier gibt´s weitere Info´s und die Möglichkeit zur Anmeldung: https://projektmanagement-plus.de/live-webinar-starkes-mindset-starke-wirkung/

Ich empfehle das Webinar vor allem all denjenigen, die viel mit Veränderungen zu tun haben, als Projektmanager, als Führungskraft oder als Teammitglied, als Unternehmer oder Experte. Die mit ihrem Einsatz und ihrem Engagement möglichst viel Wirkung erzeugen wollen, ohne sich dabei völlig zu verausgaben.

Ich freue mich, wenn Sie dabei sind.

Herzlichst

Martina Baehr

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Starkes Mindset  – Starke Wirkung

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