• Brauchen wir Ziele, um unser Business, unser Arbeitsleben nach unseren Wünschen zu gestalten?
  • Macht es Sinn, sich auch als Angestellte(r) Ziele zu setzen?
  • Wie verschaffe ich mir Klarheit über meine Ziele, das was ich wirklich will?
    Nicht nur aus dem Verstand, sondern auch aus meinem Gefühl/meinem Herzen heraus?
  • Wie schaffe ich es mir Ziele zu setzen ohne mich zu sehr einzuengen?
    Ziele, die meine Vorstellungskraft und meine Motivation antriggern?

Das sind einige der Fragen, die ich mir in den letzten Wochen gestellt habe. Nicht nur um meine eigenen Ziele für das Jahr 2020 festzulegen.

Am Ende meines Coachingprogramms Kreiere Dir den JOB den Du liebst ist Mitte letzten Jahres eine Mastermind-Gruppe entstanden, die ich begleite. Die Teilnehmer*Innen arbeiten an der Umsetzung der im Programm entstandenen Konzepte und Zielbilder. Deshalb standen in der Gruppe im Januar die Ziele für das Jahr 2020 und ein Workshop dazu auf der Agenda.

In meinem heutigen Artikel möchte ich die Erkenntnisse, die ich bei dem Mastermind-Workshop und meiner eigenen Planung für 2020 gewonnen habe, mit Ihnen teilen. Im zweiten Teil  dieses Artikels werde ich Ihnen zeigen, wie diese Erkenntnisse in die Beschreibung meiner eigenen Ziele eingeflossen sind. Ganz konkret, am Beispiel meiner Planung für das nächste Jahr.

Brauchen wir Ziele, um unser Business nach unseren Wünschen zu gestalten?

Diese Frage kann ich für mich mit einem klaren „JA“ beantworten. Tatsächlich kenne ich das Thema Ziele setzen sehr gut aus meiner Tätigkeit als Projektleiterin. Da gehörte es zum täglich Brot.

Als ich in meine Selbstständigkeit gestartet bin, hatte ich das Thema allerdings zunächst gar nicht auf dem Schirm. Das tauchte erst in den letzten Jahren wieder auf. Und seit 3 Jahren setze ich mir konsequent Ziele, die ich auch über das Jahr hinweg reflektiere und nachhalte.

In diesem iterativen Prozess achte ich ganz besonders darauf, dass ich bei der Zielformulierung zwar klar und konkret bin. Damit meine Wünsche keine ewigen Träume bleiben. Mir auf der anderen Seite aber auch viel Gestaltungsspielraum lasse, denn ich will meine Zukunft ja gestalten und nicht einfach die Vergangenheit in etwas veränderter Form in das nächste Jahr projezieren.

Für mich ist das „Ziele setzen“ ein Prozess mit dem ich meine Aufmerksamkeit auf die Dinge lenke, die ich gerne in meinem (Arbeits-)Leben erleben möchte. Das bedeutet für mich den Verstand und meine Intuition in die richtige Richtung zu schicken, um meine Ziele auch zu erreichen.

Macht es Sinn, sich auch als Angestellte(r) Ziele zu setzen?

Das ist eine Frage, die ich mir erstmalig in diesem Jahr gestellt habe. Meine Angestelltenzeit liegt ja schon einige Jahre zurück. Obwohl ich damals als Projektleiterin umfangreiche Veränderungsprojekte geleitet habe und dabei auch Abteilungsleiterin war: Auf die Idee, eigene Ziele zu formulieren bin ich damals gar nicht gekommen.

Zwei der Teilnehmerinnen in meiner Mastermind-Gruppe sind als Angestellte tätig. Ihnen ging es bisher ähnlich wie mir früher: Die eine hatte sich darüber bisher keine Gedanken gemacht, die andere hat zwar beruflich viel mit Zielen zu tun, sich aber bisher auch noch keine individuellen Ziele gesetzt.

Mit dem Bedürfnis, die im Online-Programm entwickelten Konzepte und Zielbilder zum Leben zu erwecken, hat sich das bei den beiden allerdings verändert. Denn wie soll das funktionieren, wenn ich mich nur an den äußeren Gegebenheiten orientiere bzw. mich von den Bedingungen meines Unternehmens bestimmen lasse? Ohne selbst Einfluss zu nehmen?

Schön, wenn alles zusammenpasst. Aber wenn ich mitgestalten möchte, dann ist es sehr hilfreich, zu wissen was ich wirklich will. Meine Ziele, Ideen und Konzepte für mich klar zu haben, damit ich meine Wünsche und Bedürfnisse so einbringen kann, dass sie Gewicht haben.

Ich nehme bei meiner Arbeit in den vergangenen Jahren wahr, dass sich unser Bewusstsein verändert. Dass wir als einzigartige Persönlichkeiten zunehmend das Bedürfnis haben, uns in die Arbeit und die Gestaltung der Arbeitswelt einzubringen. Das ist keine Einbahnstraße, Top-Down, wie bisher. Und es ist gut, wenn das schon mit der Zieldefinition, also ganz vorne im Prozess, startet.

Dazu noch ein Hinweis: Mir geht es hier nicht vorrangig um die klassischen Karriereziele: In 5 Jahren will ich eine Abteilung mit 20 Mitarbeitern leiten oder im Aufsichtsrat sitzen. Hier geht es um die Mitgestaltung von Arbeitsinhalten und die Gestaltung von Arbeitsbedingungen, die uns motivieren, unterstützen und unsere Arbeitsfreude anregen und die Zusammenarbeit fördern.

Über Sein- und Haben-Ziele

Die Unterscheidung ins SEIN- und HABEN-Ziele, davon haben Sie wahrscheinlich noch nie etwas gehört. Tatsächlich sind mir diese Wortkreationen bei der Vorbereitung auf den Ziele-Workshop mit meiner Mastermind-Gruppe in den Sinn gekommen.

Was meine ich damit? Die HABEN-Ziele kennen Sie alle: Wir wollen am Ende ein neues oder anderes Ergebnis haben. Dazu starten wir ein Projekt, unser Business oder eine sonstige Aktion. Im Kontext unserer Jahresplanung kann das ein Umsatzziel, ein höheres Gehalt, ein Konzept, eine neue Form/Struktur der Zusammenarbeit, so und so viel neue Kunden, Aufträge oder die Gestaltung eines neuen Produktes oder Angebotes sein.

Solche Ziele kennen Sie alle. Wir müssen etwas tun, um sie zu erreichen und das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

SEIN-Ziele dagegen haben etwas mit unserem inneren Zustand, unserem SEIN zu tun.

Wir möchten gelassener sein und mit weniger Anstrengung unsere Ergebnisse erzielen.

Wir wollen respektvoller und wertschätzender sein. Uns selbst, unseren Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern gegenüber.

Wir möchten mehr Freude, Erfüllung und Sinn in unserer Arbeit erleben. Das sind Beispiele für SEIN-Ziele.

Warum treffe ich diese Unterscheidung? Bei meiner Arbeit, bei der es ja in vielerlei Hinsicht um solche SEIN-Ziele geht, ist mir aufgefallen, dass wir anders vorgehen müssen, um diese Ziele zu erreichen.

SEIN-Ziele erreicht man nicht vorrangig durch Aktivitäten und Handlungen. SEIN-Ziele erreicht man vor allem durch innere Veränderungen oder besser gesagt einen Bewusstseinswandel: Neue Gedanken, Überzeugungen und einen Perspektivenwechsel. Neue Gefühle, die aus dem Herzen kommen und uns Vertrauen, Mut und Stabilität geben. Neue Verhaltensmuster, neue Rituale, die dann zu neuen Gewohnheiten werden.

Und weil alles dazu aus uns selbst heraus entsteht, entstehen SEIN-Ziele aus neuem SEIN. Wir SIND gelassener, ausgeglichener, wertschätzender, freudvoller, dankbarer oder was auch immer. Dieses SEIN steht sowohl am Ende als auch am Anfang des Entwicklungsprozesses.

 Ich handele immer aus dem neuen, gewünschten SEIN-Zustand heraus. Der Unterschied liegt nur darin, dass der Zustand am Ende des Entwicklungsprozesses zu einem Automatismus, einem neuen inneren Programm geworden ist. So dass Gelassenheit, Freude, Erfüllung oder Wertschätzung immer müheloser und einfacher entstehen.

Für SEIN-Ziele brauche ich Raum und Zeit zur Besinnung. Ich kann nicht sofort in die Handlung gehen, denn dann ist die Gefahr groß wieder in die alten Gewohnheiten zurückzufallen. Gerade wenn Sie unter Druck und Stress geraten, ist das sehr wahrscheinlich.

 SEIN-Ziele, die möchten viele von uns erreichen. Meist wird dabei der gewohnte Weg eingeschlagen, den wir aus der Umsetzung unserer HABEN-Ziele kennen –  wir gehen sofort in die Aktivität. Deshalb ist es für die meisten auch sehr anstrengend, solche Ziele zu erreichen. Dabei sind diese Ziele heutzutage wichtiger denn je, wenn wir die (Arbeits-)Welt nachhaltig verändern wollen.

Viel Aktionismus, den ich wahrnehme entsteht über diese „alte“ Art der Zielerreichung. Wie es anders gehen kann, das erzähle ich in einem Beispiel zu meinen Zielen. Ich greife bei der Erläuterung meiner Planung 2020 ein Beispiel für eines meiner 3 Jahresziele heraus, dazu habe ich bewusst ein SEIN-Ziel ausgewählt.

 

Meine Planung für 2020 – Ein Beispiel

 Jetzt möchte ich konkreter in die Zielgestaltung einsteigen, das geht am besten mit einem Beispiel. Die folgende Abbildung zeigt Ihnen, wie meine Zielstruktur für das Jahr 2020 aussieht:

Im ersten Schritt formuliere ich meine Ziele. Wie Sie sehen, habe ich mir für dieses Jahr drei Ziele gesetzt.

Wichtig ist, dass die Ziele klar formuliert sind, um den Verstand und die Intuition in die richtige Richtung, zur Zielerreichung, zu schicken. Ihre Ziele sollen Sie motivieren und in eine gute Stimmung bringen, wenn Sie diese lesen. Sie selbst entscheiden, welche Dinge für Sie wirklich wichtig sind. Ihre zwei, drei oder vier wichtigsten Wünsche, das sind Ihre Ziele für das kommende Jahr.

Bei mir ist es beispielsweise so, dass ich meinen Arbeitseinsatz – also meine Arbeitszeit –  reduzieren möchte. Mit der Formulierung „mit einem Arbeitseinsatz, den ich selbst bestimme“ habe ich die Richtung festgelegt und meine Aufmerksamkeit auf mein Ziel ausgerichtet.

Wie das genau aussehen wird, wird sich im Laufe des Jahres ergeben. Für die Umsetzung meiner Jahresziele habe ich eine Quartals- und eine Wochenplanung, in der ich dann die genaue Umsetzung festlege.

Das dritte Ziel „Ich bin ruhig und ausgeglichen – unabhängig von den äußeren Umständen“ greife ich als Beispiel heraus, um Ihnen die weiteren Punkte in meiner Zielstruktur zu erläutern.

Dieses dritte Ziel ist im Verlauf meines letzten Jahres entstanden. Da habe ich festgestellt, dass ich noch sehr oft eine innere Ungeduld,  eine Unruhe verspüre, wenn die Dinge nicht so laufen wie ich es mir ausdenke. Dass es mir oft nicht schnell genug geht und ich dann innerlich angespannt bin.

Ich bin in einem sehr aktionsorientierten Elternhaus aufgewachsen, da habe ich gute und schlechte Verhaltensmuster mitbekommen. Ich habe schon als Kind eine gewisse Sehnsucht nach mehr Gelassenheit und innerer Ruhe gespürt. Ich habe gemerkt, wie tief diese Prägungen noch in mir sitzen und wie Sie mein Wohlbefinden und meine Arbeitsfreude beeinflussen.

Ich hatte das Thema schon im Verlauf des letzten Jahres, in meinen Wochenplanungen, aufgegriffen und mache es in diesem Jahr zu meinem 3. Hauptziel. 

 

Das  tue ich nicht mehr

In meinem Business geht es viel um neue Themen, wie Intuition, emotionale Intelligenz, Wertschätzung/Selbstwert oder Schöpferkraft. Themen, deren Inhalte und Bedeutung für viele im Business noch unklar sind bzw. die manchmal sogar geringschätzig angesehen werden.

Auch in meinem Kopf läuft manchmal noch ein Kopfkino ab, wenn ich Artikel geschrieben habe oder meine Produktangebote kreiere und kommuniziere:

  • Braucht das überhaupt einer?
  • Das interessiert im harten Business doch eh keinen.
  • Mit den „klassischen“ Businessthemen/als Projektmanagerin kannst Du doch viel einfacher Dein Geld verdienen.
  • Das dauert noch ewig, bis das in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen ist.
  • Dafür geben die Leute kein Geld aus.

In der Folge sinkt meine Motivation und meine Energie. Ich fange an, diesen Geschichten bzw. meinen Interpretationen Glauben zu schenken. Auf diese Weise bestimmen sie meinen Tag und meine Handlungen, wenn ich nicht aufpasse.

Diese Gedanken und vor allem die daraus resultierenden unangenehmen Gefühle wie Angst, Frustration und Hilflosigkeit sabotieren natürlich auch mein Ziel Nr. 3: Mehr Ausgeglichenheit und innere Ruhe. Denn wie will ich ruhig und ausgeglichen sein, wenn ich bei Ereignissen, die mir nicht zu Pass kommen sofort in dieses Kopfkino einsteige?

Meine Formulierungen zu dem Punkt: „Das tue ich nicht mehr“ lauten:

  • Den Wert meiner Arbeit infrage stellen
  • Meine Wünsche, Bedürfnisse und Ideen nicht ernst nehmen
  • Meine Zeit mit Sorgen, Zweifeln und Befürchtungen vergeuden
  • Aktivitäten anzetteln, weil es mir nicht schnell genug geht und mich die Ungeduld überkommt
  • Dinge beschleunigen wollen, die ihre Reifezeit brauchen.

Kurz gesagt, bei diesem Punkt geht es um unsere ganz  individuellen Muster, die unsere Zielerreichung sabotieren und vielleicht sogar verhindern. Wenn wir uns diese bewusst machen, sie aufschreiben und uns immer wieder in Erinnerung rufen, dann sind wir aufmerksam und wachsam, wenn wir mal wieder in solche Muster abrutschen.

Ich weiß aus meiner Arbeit, dass gerade diese konditionierten, gewohnten Muster uns bei der Zielerreichung eine Menge Kraft und Zeit kosten. Es macht also Sinn, sich diese schon bei der Planung bewusst zu machen. Dann gelingt es uns im Laufe des Jahres immer besser, sie zu stoppen, auszusteigen und diese durch neue aufbauende Gedankenmuster zu ersetzen.

 

Warum will ich diese Ziele erreichen?

Dieser Punkt gehört ebenfalls zu meiner inneren Ausrichtung. Damit signalisiere ich mir, dass ich meine Ziele und Wünsche ernst nehme. Ich überlege mir, was mir für das kommende Jahr wirklich wichtig ist und setze Prioritäten.

Für mich steht dieses ja das Thema (Mit-)Gestaltung der neuen Arbeitswelt ganz oben. Konkret habe ich das so formuliert:

  • Ich probiere neue Denk- und Arbeitsweisen aus, die die Arbeitswelt verändern werden
  • Ich bin Mit-Schöpferin einer neuen Arbeitswelt
  • Ich unterstütze andere bei ihrem Entwicklungsweg, durch meine Unterstützung und mein Vorbild
  • Ich fühle mich wohl und genieße das Leben
  • Ich höre auf meine Intuition und erreiche meine Ziele mit Leichtigkeit und Freude

Das sind neue Gedanken, die ich bewusst gewählt habe und die ich dann im Laufe des Jahres immer mehr mit  Leben fülle. Auf diese Weise kreiere ich ein neues Selbstbild, dem ich mich im Laufe des Jahres immer mehr nähere, durch meine Gedanken, durch meine Gefühle und durch meine Handlungen.

 

Wie messe ich den Erfolg?

Den Erfolg messbar machen, auch das finde ich persönlich wichtig. Denn wie will ich sonst den Erfolg meiner Zielerreichung nachhalten?

Die Messung von Haben-Zielen ist dabei eher einfach: Gutes Geld verdienen bedeutet einen bestimmten Jahresumsatz oder ein höheres Gehalt – beispielsweise.

Bei der Messbarkeit von SEIN-Zielen muss man ein wenig nachdenken. Für mein Ziel Nr. 3 – Ausgeglichenheit, innere Ruhe und emotionale Unabhängigkeit –  führe ich ein „Gelassenheitstagebuch“.

 Das bedeutet, dass ich einen durchschnittlichen Wert auf einer Skala von 0 – sehr unausgeglichen bis 10 – sehr ausgeglichen angebe und damit sichtbar mache, wie ausgeglichen ich mich tagsüber oder in dieser Woche gefühlt habe.

 Ich habe jetzt schon etliche Tage mit einem hohen Wert von 8-10. Aber es gibt auch echte Ausreißer, wo mich bestimmte Umstände wieder in meine alten Muster zurückwerfen. Die möchte ich gerne reduzieren, sprich ich möchte mehr Stabilität leben. Also habe ich mir einen durchschnittlichen Zielwert von 8 – 9 vorgenommen.

 Ich reflektiere meine Wochenplanung schriftlich, dabei schaue ich mir dann den Gelassenheit-Wert der vergangenen Woche an. Ich reflektiere, welche Begebenheiten zu einem guten oder schlechten Wert geführt haben. Dann sehe ich, was ich für mich verstärken kann und was mir hilft noch ausgeglichener zu sein. Oder was ich zukünftig tun kann, um mit negativen Triggern noch besser umzugehen.

 

Meine Strategien

Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Strategie so: „Strategie wird definiert als die grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise (Maßnahmenkombination) der Unternehmung und relevanter Teilbereiche gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung der langfristigen Ziele.“

Eine meiner grundsätzlichen Strategien zur Erreichung all meiner Ziele ist die Detaillierung und Reflexion meiner Ziele in einer Quartalsplanung und der Wochenplanung. Dabei werde ich immer konkreter: Die Quartalsplanung umfasst neben den Quartalszielen Projekte und Arbeitspakete, die Wochenplanung beinhaltet konkrete To-Do´s.

Ich lasse mir viel Spielraum, meine Planungen bei Bedarf anzupassen. Und ich achte immer darauf, dass Intuition und Verstand gleichermaßen angesprochen werden.

Für mein SEIN-Ziel „die Ausgeglichenheit“ habe ich schon im letzten Jahr ein Ritual ausprobiert, das  bei mir sehr gut wirkt: Die Gelassenheitsatmung.

Dabei atme ich durch mein Herz ein und aus und stelle mir vor wie ich mit der Einatmung Gelassenheit einatme und mit der Ausatmung wieder ausatme. Auf diese Weise kultiviere oder trainiere ich dieses Gefühl für mich. Ich kann es immer leichter abrufen, es wird mir immer vertrauter.

Dieses Ritual mache ich jeden Morgen, bevor ich in den Arbeits-Tag starte und dann tagsüber, wenn es passt oder nötig ist. Manchmal nur 2-3 Minuten, manchmal 5 Minuten und manchmal auch 10 Minuten. Das ist meine wichtigste Strategie zur Umsetzung von Ziel Nr. 3.

Dazu noch ein Hinweis: Um solche SEIN-Ziele zu erreichen, reicht es meiner Meinung nach nicht aus, auf der mentalen Ebene zu bleiben. Unsere Atmung und unsere Gefühle, das sind nach meiner Erfahrung sehr wirksame Hebel, um SEIN-Ziele zu erreichen. Oder auch die Erreichung von HABEN-Zielen zu unterstützen. Weil wir auf diese Weise Kopf/Gehirn, Gefühl/Herz und Körper in Harmonie bringen.

Wer mehr darüber wissen will, dem empfehle ich folgende meiner Artikel: Was hat das Atmen mit unserem beruflichen Erfolg zu tun?   Sind Gefühle messbar und wie wirken sie in unserem Arbeitsalltag?

 Soviel zu meiner Jahresplanung.

 

Wie sieht es mit Ihren Zielen aus?

Vielleicht haben Sie ja jetzt Lust bekommen mit Ihrer eigenen Planung zu starten. Vielleicht haben Sie auch zusätzliche Anregungen bekommen, die Sie in Ihre schon bestehende Planung einfließen lassen.

Wie sehen Ihre SEIN-Ziele für das kommende Jahr aus?

Vielleicht wollen Sie  – so wie ich –  mehr Ausgeglichenheit und innere Ruhe in Ihren Arbeitsalltag bringen?

Vielleicht möchten Sie auch mutiger und selbstbewusster Ihre eigenen Ideen und Bedürfnisse in Ihren JOB einbringen?

Vielleicht wollen Sie mehr Freude und Erfüllung erleben und Ihren Arbeitsalltag beleben?

Dazu muss man nicht immer gleich seinen JOB wechseln. SEIN-Ziele erreicht man am besten, indem man in die gewünschten Gedanken und Gefühle eintaucht und von da aus auf die Ausgangssituation blickt. Denn das erweitert Ihre Wahrnehmung und Ihre Offenheit für Ihre Möglichkeiten.

Haben Sie den Mut zu Ihren HABEN-Zielen, mehr Umsatz, mehr Gehalt, eine bessere Position, mehr Entscheidungsbefugnisse, mehr Handlungsmacht, mehr Einfluss oder was auch immer Sie sich wünschen zu stehen.

Denn mit der Umsetzung dieser Ziele erweitern Sie Ihre Gestaltungsmöglichkeiten. Und wir brauchen definitiv mehr Menschen, die Ihre Vorstellungen und Ideen zu einem menschlichen und lebendigen Arbeitsleben in Ihre Arbeit einbringen. Die ihre Einflussmöglichkeiten wahrnehmen, nutzen und immer weiter ausdehnen.

Ein Hinweis ist mir persönlich dabei noch sehr wichtig: Gehen Sie Ihre Ziele und Ihre Planung ganzheitlich an. Das bedeutet Verstand und Intuition  – Denken, Gefühle und unsere Körperempfindungen –  ganz bewusst zu benutzen.  Denn wenn wir das nicht tun, dann kann es passieren, dass Kopf und Herz unterschiedliche Wege verfolgen und wir gerade deshalb unsere Ziele nicht erreichen.

Wer sich bei seiner Zielfestlegung Unterstützung wünscht oder mehr Klarheit über seine Ziele gewinnen will, dem biete ich mein kostenfreies Strategiegespräch an. Da geht es um Ihre Ziele, Ihre Herausforderungen und die nächsten Schritte dahin. Hier klicken und einen Termin in meinem elektronischen Kalender auswählen.

 

Ich schließe meinen Artikel mit einem Zitat von Laozi:

„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg“

Gerne können Sie diesen Artikel kommentieren und Ihre Überlegungen und Erfahrungen mit uns teilen.

 HERZliche Grüße

Martina Baehr

 

 

 

  

Photo by Ricardo Arce on Unsplash